Yogatradition

Für mich bedeutet Yoga ein Weg zur inneren Freiheit,
zu mehr Gesundheit und Ausgeglichenheit

Der Begriff Yoga (Sanskrit योग) heißt eigentlich übersetzt: „anjochen oder zusammenbinden“ und bedeutet so viel wie „Verbindung“. Yogaübungen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: die Verbindung von Körper, Atem und Geist. Yoga ist eine rund 5000 Jahre alte indische Philosophie und eine Lebenskunst bzw. die Kunst sein Leben zu verbessern.

„Wohin kommt man durch Yoga?”
Man hat sich von sich selbst entfernt, und Yoga bringt einen zurück zu sich selbst.
Das ist alles.”

T.K.V. Desikachar

 

Yoga nach Tradition von Krishnamacharya

Ganeshabild Yogalehrerin Nicole Burkart website yoga-burk-art.deDieser Yogastil ist auf den indischen Yogagelehrten Sri T. Krishnamacharya und seinen Sohn T.K.S. Desikachar zurückzuführen und ist im Westen auch als Viniyoga bekannt. Im Mittelpunkt dieser Yoga-Tradition steht die Individualität des Einzelnen. Seinen Fähigkeiten entsprechend und seine Möglichkeiten respektierend werden die Übungen angepasst und in sinnvollen Schritten vermittelt. Denn erst eine Anpassung an die gegebenen Möglichkeiten der Übenden, schafft die Bedingung für eine gesunde und wirksame Yogapraxis. Der Unterricht findet in Kleingruppen (max. 12 Teilnehmer) oder im Einzelunterricht statt und ist frei von Religion und Dogmen.

Hatha Yoga ist der wohl bekannteste Teil des Yoga. Er umfasst die Praktiken, wie:

āsana ( = Körperhaltungen)
prānāyāma ( = Atemübungen)
Meditation ( = Geistübungen)

Yogalehrer dieser Tradition:

Tirumalai Krishnamacharya, geboren 1888, gestorben 1989 war einer der größten Yogalehrer des 20. Jahrhunderts. Sri T. Krishnamarcharya spielt in der Verbreitung und Weiterentwicklung des Yoga eine herausragende Rolle.

Viele bedeutende indische und westliche Yogalehrer waren seine Schüler: BKS Iyengar, Patthabi Jois (Ashtanga Yoga), Indra Devi und viele andere. Er war für seine tolerante und offene Einstellung gegenüber allen Glaubensrichtungen und Lebensphilosophien bekannt.

Er hat den Yoga, wie wir ihn heute auch im Westen kennen, maßgeblich geprägt. T. Krishnamacharya verstand es sein enormes Wissen in Yoga, Philosophie und Ayurveda zum Wohle des Einzelnen einzusetzen. Sein Unterricht war individuell auf den Schüler abgestimmt.

 

Krishnamacharyas Sohn TKV Desikachar war lange Schüler seines Vaters und führt dessen Arbeit fort. In Chennai gründete er noch den Krishnamacharya Yoga Mandiram (www.kym.org), ein Zentrum des Yogaunterrichts für Menschen aus aller Welt und ein Zentrum für Yogatherapie, an dem Menschen in Einzelunterricht betreut werden und moderne Forschung betrieben wird.

 

R. Sriram, langjähriger Schüler von Krishnamarcharya und Desikachar und Lehrer meiner Lehrer, unterrichtete am Yoga Mandiram in Chennai, bevor er 1987 mit seiner Familie nach Deutschland zog. Heute lebt und unterrichtet er hauptsächlich in Chennai, München und im Odenwald (www.sriram.de). Er hat mehrere wundervolle Bücher in deutscher Sprache verfasst und ich hatte die große Ehre ihn als Dozent während meiner Yogalehrausbildung zu haben.